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Es gibt drei Dinge,
die zweifellos auf Anhieb mit Flensburg in Verbindung gebracht
werden - und zwar Deutschlandweit: Das frische Ploppen einer
Flasche "Flens",
dem Flensburger Pilsener in der unverwechselbaren Bügelflasche,
hat längst Partykeller und Grillpartys erobert. Erobert
hat auch die SG Flensburg/Handewitt die Spitze der Handballbundesliga.
Seit Jahren haben die Spieler Tickets für die Liga der Champions
oder andere internationale Wettkämpfe im "Dauerabo" und
reden ein Wörtchen bei der Vergabe der Punkte für die
deutsche Meisterschaft mit. Womit wir bei den "Punkten" wären,
die keiner gerne hat. In Kraftfahrbundesamt, das seinen Sitz
in Flensburg hat, werden die Punkte, wenn's denn sein muss, in
der Verkehrssünderkartei vermerkt.
Die 85000-Einwohner-Stadt ist eine der vier kreisfreien Städte
Schleswig-Holsteins. Die Nähe zu Dänemark bringt Flensburg
das Prädikat der nördlichsten Stadt ein. Zudem liegt
die Stadt an der schmalsten Landstelle zwischen Nord- und Ostsee.
Flensburg verfügt über eine Förde mit Anschluss
an die Ostsee. Mit ihren rund 35 Kilometern ist sie beliebtes
Revier für Wassersportler. Egal ob Surfer, Segler oder Taucher:
Von Flensburg aus, kommen alle auf ihre Kosten. Weiße Sandstrände
machen die Förde auch für Badgeäste und Sonnenanbeter
attraktiv. Von der Stadt aus, kann man leicht auf einen der zahlreichen
Radwege kommen, die sich entlang der Förde ziehen. Und zwar
auf beiden Seiten, auf der deutschen, wie auch auf der dänischen.
Die Förde selbst ist auch Wasserstraße für tägliche
Fährverbindungen, selbst Kreuzfahrer "verirren" sich
nach Flensburg.
Doch die Förde ist bei weitem nicht das einzige Kapital
Flensburgs. Die Stadt wird auf ihrer Internetpräsenz besonders
auch mit dem abwechslungsreichen Bild der Stadt beschrieben: "Es
gibt Orte, in denen es sich toll einkaufen lässt. Es gibt
Orte, in denen hat man seine Ruhe, in anderen ist andauernd etwas
los. Es gibt praktische Orte ohne jedes Flair, und es gibt bezaubernde
Orte praktisch ohne jede Alltagstauglichkeit. Und zum Glück
gibt es Flensburg, denn Flensburg hat von allen guten Seiten
etwas."
Recht haben sie allemal: Die Innenstadt hat keines Falls das
hektische Stadtflair, es geht eher gemütlich zu. Eine beeindruckende
Altstadt lädt zum Bummeln aber auch zum Schauen ein. Zahllose
Straßencafes und Kneipen laden vor allem an sonnigen Tagen
zum verweilen ein. Nur einige Schritte sind es von der Fußgängerzone
an den Hafen. Hier kann man dem Treiben der Freizeitkapitäne
zusehen, oder auch eine Bootsfahrt über die Förde beginnen.
Die Seefahrt scheint auch in den nahen Straßen ständig
greifbar sein. Die Gassen zwischen den Häusern, die wie
Terrassen oder eine Tribüne in den Hang gebaut wurden, wurden
von den Seefahrern geprägt. Die alten Seemannshöfe
und Kaufmannsstätten sprechen eine deutliche Sprache. Allein
die Fassaden machen einen Rundgang durch Flensburg zum Erlebnis.
Verwunderlich ist bei dieser Seefahrertradition wohl auch nicht,
dass es in Flensburg das einzige deutsche Rum-Museum gibt.
Flensburg lebte 400 Jahre unter der dänischen Krone. Auch
das hat seine Spuren hinterlassen: Hier lag die deutsche und
die dänische Kultur im Wettstreit, hier ist noch heute alles
deutsch und dänisch, doppelt und gemischt.
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