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Die schleswig-holsteinische
Landeshauptstadt bietet für Touristen einen genialen Kompromiss:
Die Familien-Diskussion um Strandurlaub oder Städtereise
findet hier ein Ende. Kiel kann problemlos beides bieten. Im
Vergleich zu anderen Landeshauptstädten verfügt Kiel
nicht über hektisches Großstadtflair sondern kann
die Romantik einer gemütlichen Hafenstadt bieten. Alte Gebäude
wird man Kiel vergeblich suchen, dafür aber gibt es übersichtliche
Einkaufsstraßen und viele Erholungsmöglichkeiten auf
den Grünflächen Kiels. Rund um die Stadt bieten Seen
und Weiher weitere Möglichkeiten für das Ausspannen.
Herzstück der Stadt ist die Kieler Förde. Einmal im
Jahr wird sie zu einem der größten Festgelände
Deutschlands. Die Kieler Woche ist nicht nur das Mekka für
Wassersportler, sondern auch zunehmend für alle Partyfreunde,
die hier in der letzten Juniwoche auf ihre Kosten kommen. Dann
wird die Kieler Förde bis zur Hörn, der Region um den
Kieler Hafen eine atemberaubende Partymeile. In den restlichen
51 Wochen des Jahres lassen Hörn und Förde des Herz
maritimer Freunde höher schlagen. Die Kräne der Howaltswerke
Deutsche Werft (HDW) gehören ebenso zum Stadtbild, wie die
Fährschiffe, die täglich in Kiel festmachen. Besonders
prägend ist die Kuppel der Color Fantasy, dem Flaggschiff
der Color-Line, die von den höhergelegenen Plätzen
der Stadt zu sehen ist. Im Sommer runden regelmäßige
Besuche von Kreuzfahrtriesen im expandierenden Seehafen das Bild
ab.
Für alle, die sich damit noch nicht zufrieden geben, ergänzen
die Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel-Holtenau oder der
Marine-Stützpunkt, mit viel Glück kann man dort auch
einen Blick auf das Segelschulschiff Goch Fock erhaschen, das
maritime Angebot.
In Kiel-Schilksee, bekannt durch den Olympia-Stützpunkt
für Wassersportler kommen die Sonnenanbeter an einem typischen
weißen Ostseestrand auf ihre Kosten. Im leicht erreichbaren
Ortsteil kann man sich gut erholen. Eine Alternative bietet Laboe,
der Ort liegt zwar im Landkreis Plön, ist aber mit der Fördefähre
leicht zu erreichen. Auf der Linie der Fördefähre wird
auch die sogenannte Hafenrundfahrt angeboten. Vom Hafen ist dabei
eher wenig zu sehen, aber die Kieler Förde ist durchaus
ebenso eine Rundfahrt wert.
In der maritimen Stadt haben selbst die Kinder einen maritimen
Spitznamen: "Kieler Sprotten" werden sie genannt, ebenso
wie die Räucherfischspezialität. Eine Spezialität
auch aus der Zeit, als der Fischfang noch eine größere
Rolle in der Stadt gespielt hat.
A propos gespielt: Eine wirklich große Rolle in Kiel spielt
der THW. Seit Jahrzehnten beherrschen die Handballer aus der
Landeshauptstadt die Bundesliga und scheinen sich die Meisterschaften
mit dem Lokalrivalen aus Flensburg-Handewitt zu teilen. So manches
Handball-Fest wird in der Ostseehalle gefeiert - besonders, wenn
der Gegner ebenfalls aus Schleswig-Holstein kommt....
Gefeiert wird aber nicht nur im Sport oder während der Kieler
Woche, auch die Studentenszene sorgte für das Ambiente der
Stadt. Eben gemütlich, maritim und ein bißchen besonders.
Das Besondere scheint Kiel in den Schoß zu fallen. Den
fälligen Strukturwandel hat Kiel als Chance begriffen und
genutzt. Es entstehen neue Baugebiete. Die Landeshauptstadt will
sich noch weiter zum Wasser hinwenden, die Fördeufer stärker
miteinander verknüpfen und den Hochschul- und Technologiestandort
ausbauen. Ausgebaut werden soll insbesondere auch der Hafen.
Gleich mehrere große Schiffe können hier festmachen
und täglich geht es nach Schweden und Norwegen. Eine perfekte
Anbindung und mit dem neuen Kreuzfahrtniveau der Color-Line-Fähren
kann man in die Bade- und Städtereise auch eine "Kurzkreuzfahrt" mit
einbinden.
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